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Landeszeitung - 27.10.2014

 

Von schmissig bis schwungvoll

Musikzug Alt Duvenstedt präsentiert in der vollbesetzten Nordmarkhalle Marschmusik, Schlager und noch mehr 

RENDSBURG „Ein atemberaubender Anblick - fast 1000 Leute", so begrüßte Karsten Lehmann vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Alt Duvenstedt (MZAD) gestern das Konzertpublikum. Die Nordmarkhalle in Rendsburg war ausverkauft. Kein Wunder - die Feuerwehrmusiker sind längst weit über die Region hinaus bekannt. Beliebt, weil sie ein umfangreiches Repertoire bieten, weil sie Unterhaltungswert haben. "Atemlos" von Helene Fischer steht ebenso auf dem Programm wie der "Hoch- und Deutschmeister Regimentsmarsch". Auf das Udo-Jürgens-Medley folgt der Fliegermarsch, und Vicky Leandros darf natürlich auch nicht fehlen.

Als Moderator sorgte Carsten Lehmann, der das 1. Altsaxophon spielt, mit witzigen Ansagen und Kommentaren für gute Laune. Und er rührte auch die Werbetrommel für die aktuelle CD der Feuerwehrmusiker, die den Titel "Tierisch gut" trägt. Das Album sei genau das richtige Geschenk in der Vorweihnachtszeit, so Lehmann. "Ein Usambara-Veilchen ist in drei Tagen verwelkt", versichert er. "Wennsie ein Karton mit 12 CDs kaufen, sind sie für jede Weihnachtsfeier gerüstet."

Das 48-köpfige Ensemble bietet Abwechslung auf der Bühne, auch durch gesangliche Unterstützung. Sandra Gosch aus Hohn sang neben "Pata Pata" auch das Helene-Fischer-Medley. Zusammen mit Sebastian Arp war sie mit "So schön wie heut" zu hören - ein Lied, das einmal von Marika Röck gesungen wurde.

Arp, der in dem Ensemble die 1. Trompete spielt, begeisterte das Rendsburger Publikum auch mit Liedern von Udo Jürgens. Erst nach einer Zugabe "Liebe ohne Leiden" ließen ihn die Zuhörer wieder von der Bühne.

Friedel Rettstadt war begeistert von dem mehr als zweistündigen Konzert. Die Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes hatte alleine 25 Konzertkarten reservieren lassen. "Alle gingen weg, und alle fanden die Alt Duvenstedter Feuerwehrmusiker toll", sagte die Frau vom DRK.

Rainer Matthies (49) ist der Musikzugführer, Joachim Prechtl der musikalische Leiter der 47 Musiker. 1966 begann der MZAD als Sechs-Mann-Feuerwehrkapelle. Von den Gründungsmitgliedern sind noch Jürgen Kruse (Flügelhorn), Dieter Koll (Pauke) und Johann Gosch (Tuba) aktiv. Matthies selbst spielt seit 40 Jahren Klarinette. Ein Großteil der Musiker komme aus Alt Duvenstedt, aber auch Fockbek, Tetenhusen und Wankendorf seien vertreten, sagte Matthies. Drei Konzerte stehen in diesem Jahr noch auf dem Programm. Am 9. November in Husum, am 12. November in Schönberg/Holm und am 26. November im "Dithmarsen-Park" in Albersdorf. Und die Planungen für 2015 laufen bereits. Dann soll es wie in den Vorjahren bis zu zwölf Konzerte geben. "Sechs im Frühjahr, sechs im Herbst", sagte Matthies.

[Horst Becker]

Mit freundlicher Erlaubnis der Veröffentlichung durch den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

Westerland 2014

Wieder zwei Konzerte auf Sylt

Nun schon das fünfte Jahr in Folge konnten wir am 7. September 2014 bei herrlichem Spätsommerwetter wieder mit zwei Reisebussen nach Sylt fahren - erneut begleitet von zahlreichen Angehörigen und Freunden des Musikzuges.            

Schon beim ersten Konzert in der Musikmuschel in Westerland um 11 Uhr waren nicht nur sämtliche Sitzplätze besetzt, sondern standen hunderte Zuschauer neben der Muschel und auf der großen Seeterrasse, um unser Musik- und Showprogramm zu erleben. Nach einem einstündigen Konzert hatten wir alle reichlich Zeit uns zu stärken und die Beine zu vertreten, um dann um 15 Uhr noch einmal mit einem neuen Programm für 90 Minuten zu starten. Am Nachmittag waren noch mehr Zuschauer dabei und auf der Kurpromenade gab es für Spaziergänger fast kein Weiterkommen an der Musikmuschel. Der Verkauf von mehr als 120 CD's an diesem Tag zeigt, wie angetan das Publikum von beiden Konzerten war. Auch unsere Musikantinnen und Musikanten hatten wieder viel Freude daran, vor einer großen begeisterten Zuhörerschar zu musizieren. Für das nächste Jahr sind erneut wieder Konzerte auf der schönen Insel Sylt geplant.

[Karl-Heinz Lehmann]

 

 

 

 

Eckernförder Zeitung - 28.03.2014

Von Elvis bis Abba:

Alt Duvenstedter in Höchstform

Alt Duvenstedter Musikzug begeistert Publikum auf Frühjahrstour in der Stadthalle

Eckernförde „Tierisch gut“ - so lautet das Motto der Frühjahrstour des Alt Duvenstedter Musikzugs, der am Mittwochabend die 550 Zuhörer in der nahezu ausverkauften Stadthalle bei geöffnetem Seitenflügel begeisterte. Das 48-köpfige Ensemble im Alter von 15 bis 72 Jahren bewies unter der Leitung von Joachim Prechtl wieder einmal, dass es den Ursprüngen einer Sechs-Mann-Feuerwehrkapelle längst entwachsen ist.

Mit viel Witz führte Carsten Lehmann (1. Alt-Saxophon) das Publikum durch das Programm, das eine Bandbreite von Rock, Pop, Polka un Swing, über den Boogie bis hin zum Marsch aufwies. Unterstützung erhielt das Ensemble dabei von Sängerin Sandra Gosch aus Hohn und dem Sänger Sebastian Arp (Trompete) aus Wankendorf, die, mal im Duett, mal mit Sologesang, das Orchester bereicherten.

Mittels verschiedener Outfits - im Dirndl zur Volksmusik ("Wann fangt denn endlich die Musi an") oder zum "Bella Italia"-Potpourri im Heesters-Look mit Frack und wißem Schal - überzeugten die beiden nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch mit schauspielerischem Talent. Einer der Höhepunkte bildete dabei Arps Verwandlung in den legendären Elvis Presley zu "CC Rider", Devil in Disguise" und "Blue Suede Shoes". Sandra Gosch überzeugte als Solistin im Agneta-Fältskog-Kostüm mit "Best of ABBA".

Im Repertoire eine Blasorchester darf natürlich die Marschmusik nicht fehlen. Mit dem "Silberkondor" präsentierte der Alt Duvenstedter Musikzug ein erst im Winter neu einstudiertes Stück. "Auch die Seemannslieder dürfen an der Ostseeküste nicht zu kurz kommen", so Lehmann. Durch das "Sailor Medley" wurden die Mitglieder des Ensembles auch diesem Musikgeschmack des Publikums gerecht.

Wer nach der gelungenen zweistündigen Darbietung und drei Zugaben immer noch nicht genug mitgeklatscht und geschunkelt hatte, konnte eine Auswahl von 15 Titeln auf dem inzwischen zehnten herausgegebenen Tonträger des Orchesters käuflich erwerben.

Anfang April endet die Sechs-Konzerte-Tour des Alt Duvenstedter Musikzuges. Bevor sich seine Mitglieder für die Herbsttour rüsten, stehen noch weitere Auftritte - wie im Sommer an der Kurpromenade auf Sylt - auf dem Programm "Rund 40 Auftritte hat das Blasorchester im Jahr", weiß Musikzugführer Rainer Matthies stolz zu berichten.

Auf das 50-jährige Jubiläum des Alt Duvenstedter Musikzugs in genau zwei Jahren kann sich seine stetig wachsende Fangemeinde jetzt schon freuen, denn das soll ganz groß gefeiert werden.

[Maren Reymann/EZ]

Mit freundlicher Erlaubnis der Veröffentlichung durch den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

Landeszeitung - 29.10.2013

Kein Musikstil ist ihnen fremd

Mitglieder des Musikzugs Alt Duvenstedt bewiesen in der Nordmarkhalle einmal mehr ihre Vielseitigkeit 

Rendsburg „Das war wieder einmalig“, lautete die schlichte Feststellung einer Frau am Sonntagabend beim Verlassen der Nordmarkhalle. Das Urteil galt dem Konzert des Musikzugs Alt Duvenstedt, der mehr als zwei Stunden lang mit einem vielseitigen Programm die rund 900 Zuhörer auf seine Seite zog. Damit wurde zugleich der 10. von dem aus 49 Mitgliedern bestehenden Ensemble aufgenommene Tonträger vorgestellt. Sein Titel: „Tierisch gut“.

Seit zwölf Jahren hat Joachim Prechtl die Stabführung der von 14 bis knapp unter 70 Jahre alten Musiker. Und er schrieb ihnen Arrangements auf den Leib, die ebenso gut von Bandleadern wie Benny Goodman, James Last, Bert Kaempfert oder Ernst Mosch hätten stammen können. Die Alt Duvenstedter verstehen sich auf Rock, Swing, Pop, Polka und Boogie ebenso wie auf die einer Feuerwehrkapelle ursprünglich zugerechnete Marschmusik – und auch die ist hier eine Klasse für sich.

Das Konzert begann mit einem Knall: Beim furiosen „Rock Opening“ wurde Pyrotechnik eingesetzt, was dazu führte, dass der rauchende Qualm noch lange durch die Halle waberte: zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen. Auf Seemannslieder, in ein Medley verpackt, folgte ein seit 30 Jahren im Schrank liegendes, jetzt frisch arrangiertes „Bella-Italia“-Potpourri, bei dem, wie von Moderator Carsten Lehmann angekündigt, tatsächlich prompt die Sonne aufging. Die Scheinwerfer tauchten Bühne und Instrumentalisten bei „Bella Bimba“, „Funiculi, Funicula“ und Co. in goldgelbes Licht.

Von der beschwingten Seite zeigten die Duvenstedter sich mit „Dob’s Boogie“ – da fühlten die Zuhörer sich direkt „In the mood“. Zum rhythmischen Klatschen verführt wurde das Publikum beim erstmals präsentierten Marsch „Silberkondor“, Hawaiikränze legte das Orchester sich bei „Beach Boy’s Golden Hits“ um. Als Solisten empfahlen sich Frank Ehlers, Trompete, Carsten Lehmann, Saxophon, und Jens Agger, Bariton-Saxophon – mehr als nur Begleiter.

Und dann die beiden wie Profis auftretenden Sänger: Dass Elvis lebt – allerdings ziemlich schmächtig geworden – bewies Sebastian Arp inklusive Hüftschwung mit seiner ganz starken Viertelstunde als Presley-Zweitausgabe. Er glänzte auch mit weißem Schal à la Heesters beim „Chianti-Lied“ und „Buona sera, Signorina“. Mit Sandra Gosch, dem zweiten Gesangsstar im Konzert, gab Arp Marianne und Michael in bayrischer Mundart, empfand mit „Things“ ein Stück nach, das in den sechziger Jahren von Dean Martin und Nancy Sinatra interpretiert wurde. Sandra Gosch glänzte solo mit strahlender Stimme im Agnetha-Fältskog-Outfit beim „Best of Abba“.

Nach dem Schlussduett aus dem „Weißen Rössl“ regnete es Riesenkonfetti. Und die Zugabe „Lili Marleen“ wurde natürlich unter der Laterne gesungen. Das war nicht „nur“ das Konzert einer Feuerwehrkapelle, das war eine richtig gute Show.

[Carmen Haller]

Mit freundlicher Erlaubnis der Veröffentlichung durch den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

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