50Jahre Logo

Text Size

Eckernförder Zeitung - 28.03.2014

Von Elvis bis Abba:

Alt Duvenstedter in Höchstform

Alt Duvenstedter Musikzug begeistert Publikum auf Frühjahrstour in der Stadthalle

Eckernförde „Tierisch gut“ - so lautet das Motto der Frühjahrstour des Alt Duvenstedter Musikzugs, der am Mittwochabend die 550 Zuhörer in der nahezu ausverkauften Stadthalle bei geöffnetem Seitenflügel begeisterte. Das 48-köpfige Ensemble im Alter von 15 bis 72 Jahren bewies unter der Leitung von Joachim Prechtl wieder einmal, dass es den Ursprüngen einer Sechs-Mann-Feuerwehrkapelle längst entwachsen ist.

Mit viel Witz führte Carsten Lehmann (1. Alt-Saxophon) das Publikum durch das Programm, das eine Bandbreite von Rock, Pop, Polka un Swing, über den Boogie bis hin zum Marsch aufwies. Unterstützung erhielt das Ensemble dabei von Sängerin Sandra Gosch aus Hohn und dem Sänger Sebastian Arp (Trompete) aus Wankendorf, die, mal im Duett, mal mit Sologesang, das Orchester bereicherten.

Mittels verschiedener Outfits - im Dirndl zur Volksmusik ("Wann fangt denn endlich die Musi an") oder zum "Bella Italia"-Potpourri im Heesters-Look mit Frack und wißem Schal - überzeugten die beiden nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch mit schauspielerischem Talent. Einer der Höhepunkte bildete dabei Arps Verwandlung in den legendären Elvis Presley zu "CC Rider", Devil in Disguise" und "Blue Suede Shoes". Sandra Gosch überzeugte als Solistin im Agneta-Fältskog-Kostüm mit "Best of ABBA".

Im Repertoire eine Blasorchester darf natürlich die Marschmusik nicht fehlen. Mit dem "Silberkondor" präsentierte der Alt Duvenstedter Musikzug ein erst im Winter neu einstudiertes Stück. "Auch die Seemannslieder dürfen an der Ostseeküste nicht zu kurz kommen", so Lehmann. Durch das "Sailor Medley" wurden die Mitglieder des Ensembles auch diesem Musikgeschmack des Publikums gerecht.

Wer nach der gelungenen zweistündigen Darbietung und drei Zugaben immer noch nicht genug mitgeklatscht und geschunkelt hatte, konnte eine Auswahl von 15 Titeln auf dem inzwischen zehnten herausgegebenen Tonträger des Orchesters käuflich erwerben.

Anfang April endet die Sechs-Konzerte-Tour des Alt Duvenstedter Musikzuges. Bevor sich seine Mitglieder für die Herbsttour rüsten, stehen noch weitere Auftritte - wie im Sommer an der Kurpromenade auf Sylt - auf dem Programm "Rund 40 Auftritte hat das Blasorchester im Jahr", weiß Musikzugführer Rainer Matthies stolz zu berichten.

Auf das 50-jährige Jubiläum des Alt Duvenstedter Musikzugs in genau zwei Jahren kann sich seine stetig wachsende Fangemeinde jetzt schon freuen, denn das soll ganz groß gefeiert werden.

[Maren Reymann/EZ]

Mit freundlicher Erlaubnis der Veröffentlichung durch den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

Landeszeitung - 29.10.2013

Kein Musikstil ist ihnen fremd

Mitglieder des Musikzugs Alt Duvenstedt bewiesen in der Nordmarkhalle einmal mehr ihre Vielseitigkeit 

Rendsburg „Das war wieder einmalig“, lautete die schlichte Feststellung einer Frau am Sonntagabend beim Verlassen der Nordmarkhalle. Das Urteil galt dem Konzert des Musikzugs Alt Duvenstedt, der mehr als zwei Stunden lang mit einem vielseitigen Programm die rund 900 Zuhörer auf seine Seite zog. Damit wurde zugleich der 10. von dem aus 49 Mitgliedern bestehenden Ensemble aufgenommene Tonträger vorgestellt. Sein Titel: „Tierisch gut“.

Seit zwölf Jahren hat Joachim Prechtl die Stabführung der von 14 bis knapp unter 70 Jahre alten Musiker. Und er schrieb ihnen Arrangements auf den Leib, die ebenso gut von Bandleadern wie Benny Goodman, James Last, Bert Kaempfert oder Ernst Mosch hätten stammen können. Die Alt Duvenstedter verstehen sich auf Rock, Swing, Pop, Polka und Boogie ebenso wie auf die einer Feuerwehrkapelle ursprünglich zugerechnete Marschmusik – und auch die ist hier eine Klasse für sich.

Das Konzert begann mit einem Knall: Beim furiosen „Rock Opening“ wurde Pyrotechnik eingesetzt, was dazu führte, dass der rauchende Qualm noch lange durch die Halle waberte: zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen. Auf Seemannslieder, in ein Medley verpackt, folgte ein seit 30 Jahren im Schrank liegendes, jetzt frisch arrangiertes „Bella-Italia“-Potpourri, bei dem, wie von Moderator Carsten Lehmann angekündigt, tatsächlich prompt die Sonne aufging. Die Scheinwerfer tauchten Bühne und Instrumentalisten bei „Bella Bimba“, „Funiculi, Funicula“ und Co. in goldgelbes Licht.

Von der beschwingten Seite zeigten die Duvenstedter sich mit „Dob’s Boogie“ – da fühlten die Zuhörer sich direkt „In the mood“. Zum rhythmischen Klatschen verführt wurde das Publikum beim erstmals präsentierten Marsch „Silberkondor“, Hawaiikränze legte das Orchester sich bei „Beach Boy’s Golden Hits“ um. Als Solisten empfahlen sich Frank Ehlers, Trompete, Carsten Lehmann, Saxophon, und Jens Agger, Bariton-Saxophon – mehr als nur Begleiter.

Und dann die beiden wie Profis auftretenden Sänger: Dass Elvis lebt – allerdings ziemlich schmächtig geworden – bewies Sebastian Arp inklusive Hüftschwung mit seiner ganz starken Viertelstunde als Presley-Zweitausgabe. Er glänzte auch mit weißem Schal à la Heesters beim „Chianti-Lied“ und „Buona sera, Signorina“. Mit Sandra Gosch, dem zweiten Gesangsstar im Konzert, gab Arp Marianne und Michael in bayrischer Mundart, empfand mit „Things“ ein Stück nach, das in den sechziger Jahren von Dean Martin und Nancy Sinatra interpretiert wurde. Sandra Gosch glänzte solo mit strahlender Stimme im Agnetha-Fältskog-Outfit beim „Best of Abba“.

Nach dem Schlussduett aus dem „Weißen Rössl“ regnete es Riesenkonfetti. Und die Zugabe „Lili Marleen“ wurde natürlich unter der Laterne gesungen. Das war nicht „nur“ das Konzert einer Feuerwehrkapelle, das war eine richtig gute Show.

[Carmen Haller]

Mit freundlicher Erlaubnis der Veröffentlichung durch den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

Eckernförder Zeitung - 22.03.2013

 

Schmissig und temperamentvoll

Musikzug Alt Duvenstedt liefert wieder überzeugendes Programm mit viel Humor und mitreißender Musik

Schmissig - das ist der Begriff des Abends. Denn schmissig ist nicht nur die Musik, schmissig sind auch die Ansagen, die der Saxophonist des Musikzuges Alt Duvenstedt zwischen den Stücken zur hellen Freude der Gäste zum Besten gibt. Ein Döntjes an dem anderen amüsiert die ausverkaufte Stadthalle. "Rücken Sie nachher gerne zwei Reihen vor. Zwei Busse aus Süderbrarup sind nicht gekommen, aber die Karten sind ja bezahlt, also alles in bester Ordnung", so Carsten Lehmann.

Das Feuerwehr-Orchester unter der Leitung von Joachim Prechtl übernahm direkt die vom Marinemusikkorps am Dienstag noch angewärmten Plätze, vielleicht sogar einen Großteil der Gäste und legte mit Polka, Potpourri und Miss-Marple-Titelmelodie saftig los. Dass die Musiker vom MZAD spielen können, ist keine Frage und wurde Stück für Stück bestätigt. Dass die Feuerwehrmusiker trotz ihres Erfolges am Hungertuch nagen und alles selbst finanzieren müssen, wurde den Damen im Publikum (als Hüterin der Geldbörsen) schnell klar. Sie wurden gebeten, tüchtig CDs zu kaufen; um dies zu unterstreichen ("So steht es um das Budget für neue Hemden..."), griff der umtriebige Moderator zu einer List: Er entledigte sich seiner Jacke - und stand halb nackt, nur mit Krageneinsatz, vor dem begeisterten Saal. Was für ein Abend!

Bleibt die schwierige Frage zum Schluss: Nimmt man lieber einen Marinemann oder doch einen von der Feuerwehr...? Temperament oder Zackigkeit? Saxophon oder Trompete? Schmucke Uniformen haben sie beide.

[Carola Flügel]

Musikalische Vielfalt bleibt unser Rezept

Unsere diesjährige Konzertreihe unter dem Motto „It’s Showtime“ begann wieder in der Rendsburger Nordmarkhalle und führte uns in den Wochen danach in das NordseeCongressCentrum nach Husum und Schönberg in das Ostseehotel Holm. Im Frühjahr folgen dann Konzerte in Eckernförde, Schwentinental, Heide und Negenharrie.CollageDer musikalische Leiter, Joachim Prechtl, hat es auch in diesem Jahr wieder geschafft, ein Musikprogramm mit uns einzuüben, das seinesgleichen sucht und offensichtlich schon seit vielen Jahren das „Geheimrezept“ von uns geworden ist. Immer wieder hörten wir die Konzertbesucher schwärmen von der Vielseitigkeit der Musikerinnen und Musiker. Da waren auch in diesem Jahr wieder volkstümliche Melodien wie der Marsch „Wien bleibt Wien“ oder die Polka „Goldene Trompeten“ oder „Guten Morgen“ zu hören, aber auch der klassische „Florentinermarsch“. Etwas gänzlich anderes erklang mit dem „Chattanoga Choo Choo“ oder „Just a Gigolo“ und gar dem mit Gesang vorgetragenen „Capri-Fischern“. Dann wieder waren der „Klarinettenmuckel“ mit Soloklarinetten oder „Stranger on the Shore“ als Saxophonsolo zu hören. Besonders gefühlvoll ging es zu, als unsere Sängerin Sandra und unser Trompeter Sebastian auf plattdeutsch „Dat du mien Leevsten büst“ und „An de Eck steih’n Jung mit’n Tüdelband“ sangen.

Natürlich fehlte im Programm auch dieses Mal nicht die Musik von Glenn Miller und auch Herb Alberts einmaliger Sound war mit einem Medley zu hören. Als einen – vielleicht den – Höhepunkt des Programms präsentierten wir mit unseren Sängerin Sandra ein Medley von Titeln der bekannten Sängerin Helene Fischer, das mit Feuerwerk und Konfettiregen endete.

Die fröhliche Note eines jeden Konzertes bekamen die Besucher auch jedes Mal verabreicht durch eine gekonnte und geraduzu lustige Programmansage. In diesem Jahr kam noch eine Darbietung in kleiner Besetzung dazu mit dem Titel „Winterzeit in Wien“ und ein bunter Abschluß mit Leuchtstäben und dem Lied „Gute Nacht Freunde“.

Die Besucherzahlen der vergangenen Jahre stellen für uns immer wieder unter Beweis, dass unser schönes großes Orchester seine Sache stets gut macht und mit seiner vielseitigen Programmgestaltung auf dem richtigen Weg ist, um noch viele Jahre seine Konzerte im nördlichen Schleswig-Holstein fortzusetzen.